Altglienicke zwischen Flughafen Schönefeld und Adlershof (WISTA)

Strommasten durch Altglienicke, die unendliche Geschichte?

Unsere Bürgerinitiative Altglienicke hat es wirklich geschafft.
David gegen Goliath, wenige Bürger gegen einen riesigen Konzern, das Unmögliche ist möglich geworden.
 
Neun Jahre unermüdliche Auseinandersetzung unserer Bürgerinitiative mit der Deutschen Bahn und dem Eisenbahnbundesamt haben nun zum Ziel geführt.
Das Eisenbahnbundesamt hat mit Schreiben vom 18.03.2011 mitgeteilt, dass die DB Energie GmbH ihren Antrag auf Planfeststellung „110 kV Bahnstromleitung Genshagener Heide-Grünauer Kreuz“ im Bereich Berlin zurückgenommen hat. Eine Weiterführung der 110 kV-Leitung von Schönefeld zum Grünauer Kreuz ist nicht mehr vorgesehen. Die DB Energie GmbH plant nun eine - zum Teil erdverlegte - 15 kV-Bahnstromleitung. Das Unterwerk Grünau wird im Standort Schönefeld erweitert. Eine öffentliche Bekanntmachung ist in den nächsten Tagen zu erwarten.
 
Im Sommer 2002 hat sich unsere Bürgerinitiative gegründet, um die geplanten 40 Meter hohen Masten zu verhindern. Diese Masten sollten, versehen mit 110 kV-Starkstromleitungen, bis zu 10 Meter an Wohnhäuser heran gebaut werden. Wir haben viel durch in all den Jahren,  Höhen und Tiefen. Bereits Ende 2002 glaubten wir fest daran, die Sache verhindert zu haben. Wir hatten einen Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses erwirkt, der sich für Erdverkabelung aussprach. Das war ganz zum Anfang, da ahnten wir nicht wirklich, mit wem wir es aufnehmen wollten. Es folgten viele Gespräche und unzählige Schreiben an verschiedenste Adressaten. Von Herrn Mehdorn, über alle Instanzen des Eisenbahnbundesamtes, Bundestagsabgeordnete aller  Parteien, Staatssekretäre bis hin zu den Verkehrsministern. Wir nutzten jede Möglichkeit und auch jeden Rechtsweg, der sich auftat, vom Widerspruch bis zur Klage. Auch vor einem möglichen Kauf der Strecke schreckten wir nicht zurück.
Altglienicker Bürger haben uns in all den Jahren unterstützt, auch finanziell.
Ohne diese Unterstützung  wäre manches  nicht möglich gewesen. An dieser Stelle möchten wir dafür ganz herzlich Danke sagen. Auch bei dem Rechtsanwalt unserer Bürgerinitiative Dirk Gräning bedanken wir uns für die sachkundige Beratung und die gerichtliche Vertretung.
 
Nun scheint bei der Deutschen Bahn in den letzten Monaten wirklich ein Umdenken stattgefunden zu haben. Es gab konstruktive Gespräche, um gemeinsam mit uns Bürgern die Möglichkeiten und Standpunkte auszuloten. Das, was jahrelang nicht möglich war, ließ sich nun in relativ kurzer Zeit umsetzen. Wir sind nach wie vor keine Bahnverhinderer, sondern wir wollen erreichen, dass eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung gefunden wird. Und das ist offensichtlich nun gelungen.
Gerne möchten wir Sie dazu informieren. Herr Ingulf Leuschel als Konzernbeauftragter der DB und Herr Dr. Kristian Weiland von der DB Energie GmbH haben ihr Kommen zugesagt. Viele Fragen stehen im Raum: Welche konkreten Maßnahmen plant nun die Bahn? Wo wird erdverkabelt, wo gibt es vielleicht doch Masten? Werden Anlieger betroffen sein? Wann geht es los? Wann ist mit Fertigstellung zu rechnen? Was wird aus dem Unterwerk Grünau und wo kommt die Erweiterung in Schönefeld hin?
Dieses und mehr erfahren Sie am:
 
 
11.05.2011,
18.30 Uhr
im ev. Gemeindeheim,
Rosestraße 42, 12524 Berlin
 
Dort in der Zwiebelkirche, wo wir mit unserer ersten Veranstaltung vor neun Jahren angefangen haben, dort wollen wir hoffentlich auch aufhören.
 
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Herzliche Grüße
Katrin Vogel
 
weitere Informationen auch unter: www.katrinvogel.de