Altglienicke zwischen Flughafen Schönefeld und Adlershof (WISTA)

Sehenswertes

 Bruno-Taut-Siedlung (Tuschkastensiedlung)

Auf dem ehemaligen Gut Falkenberg entstand 1913/14 die Gartenstadt Falkenberg. Bauherr war die Deutsche Gartenstadtgesellschaft. Nahezu revolutionär für die damalige Zeit wirkte das Erscheinungsbild der Siedlung. Der Architekt Bruno Taut verpaßte den Häusern bunte, geradezu provozierende Farbtöne. Beherrschend für die damalige Zeit war sonst das vornehme Grau der bürgerlichen Bauten. Deshalb erzeugte die neue Siedlung auch anfangs einen Sturm der Entrüstung. Taut wurde als “Verunstalter des Ortsbildes" und “Verbrecher an der Seele des Volkes" beschimpft.

Doch mit dem Zusammenbruch des Kaiserreichs schlug die Stimmung um; die große Akzeptanz in der Öffentlichkeit ließ die Gartenstadt zum beliebten Pilgerort werden. 135 Familien lebten Anfang der 2Oer Jahre zwischen Akazienhof und Gartenstadtweg. Es war eine bunte Mischung - von Künstlern, Vegetariern, Antialkoholikern bis zu Bodenreformern - die teilweise schwärmerisch geprägte Ziele verfolgten. Durch die Flucht aus der Mietskasernenstadt in die Vororte Berlins sah man die Möglichkeit, neue Lebensformen selbstbestimmt zu verwirklichen.

In der Siedlung gab es Sänger- und einen Turnverein sowie Schachgruppen und eine freiwillige  Feuerlöschgruppe. Sogar eine eigene Siedlungszeitung "Der Falkenberg" wurde ins Leben gerufen, die "Falkenberger Nationalhymne" kreiert und die "Tautfahne" entworfen. Bis 1930 fand jedes Jahr ein Siedlungsfest statt. 1925 trug zum Beispiel der Arbeiterdichter Erich Weinert sein Gedicht ,,Der rote Feuerwehrrnann" vor und ein Jahr später wurde der vielerorts verbotene sowjetische Film ,,Panzerkreuzer Potemkin” im Freien gezeigt. 1951 wurde die Tuschkastensiedlung unter ,,kommunale Wohnraumverwaltung" gestellt. Seit 1963 steht die Anlage unter Denkmalschutz. Anfang der 90‘er Jahre erhielt die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 e.G. ihr Alteigentum zurück.

 

Kirche

 

 

 

 

 

 

 

 

Wasserturm

Der Altglienicker Wasserturm wurde 1905/06 auf dem Falkenberg gebaut.
Er ist 38,55 Meter hoch, und besitzt einen Kessel mit einem Fassungsvermögen von 600 Kubikmetern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eingang zur Apotheke Grünauer Straße Ecke Normannenstraße

Den Eingang der Apotheke schmücken zwei Figuren und der Besucher wird mit den Worten “ZUM FIDELEN ZECHER” begrüßt.

Zur Erklärung:
Vor Jahrzehnten befand sich in den Räumen eine Gaststätte.
Den guten Zustand verdanken wir großen Dekorationstafeln, die bis in die 90´er Jahre die Figuren vollständig verdeckten.