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einst und jetzt |
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Der Wasserturm ist über den Dächern der denkmalgeschützten, aber zerfallenden »Preußen-Siedlung« schon zu sehen. Wir sind wieder in der Germanenstraße, die hier als breite Allee besonders schön wirkt. Die »Landwohnstätten mbH Berlin« erwarb 1911 von der Terrain-Gesellschaft das große Grundstück zwischen der Germanen- und der Preußenstraße und ließ eine »Arbeiter-Kolonie« errichten.
Das Architektenbüro Bel & Clement und der durch den Landhausbau im Berliner Westen bekannte Architekt Hermann Muthesius wurden mit der Projektierung beauftragt. Bel & Clement näherten sich dem Falkenberger Villencharakter bei den Zweiund Vierfamilienhäusern in der Germanenstraße 80-84 noch mit Walmdächern, Balkonen und Erkern an. Muthesius hingegen entwarf einen Siedlungskomplex an der Preußenstraße, der im Gegensatz zur stupiden Gleichförmigkeit englischer Arbeitersiedlungen, ein wagenburgähnliches, vielgiebeliges Bauensemble ergab. Nach außen geschlossen, nach innen offen, Häuserzeilen, Straße und »Schmuckplatz« mit Durchfahrten, Vorgärten, Blumen und Bäumen hatten Hofcharakter und bildeten anheimelnde Lebens- und Erlebnisräume. Ein kleines Paradies für Arbeiterfamilien, die aus den engen Hinterhöfen dunkler Berliner Mietskasernen kamen. ...
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![]() Vom Verfall bedroht – das Bauensemble
des Landhaus-Architekten Muthesius
Fotos:
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